Leserbrief zum Artikel “Datenweitergabe ohne Zustimmung?”
- Soester Anzeiger (Warstein) vom 19.12.2009 -
“Was passiert mit meinen Daten?”
Ob bei der Deutschen Telekom AG, dem Callcenter, Kabel Deutschland oder der Deutsche Bahn: Datenskandale und kein Ende in Sicht. Was wir haben sind nicht vorhandene Kontrollen und ein Strafmaß, das eine Ordnungswidrigkeit bei unerlaubter Weitergabe sowie maximal 500.000€ vorsieht. Gegenwärtig haben Meldebehörden das Recht, persönliche Daten (wie zum Beispiel Adresse, Geburtstag, Konfession und Familienstand) an Dritte weiterzureichen solange man sich nicht ausdrücklich in Schriftform hiergegen ausspricht (sog. “Opt-out”). Um diese Weitergabe an Dritte und weitere Datenskandale zu verhindern brauchen wir eine Datenschutzreform, die u.a. härtere Strafen bei Datenmissbrauch mit sich bringt.
„Wie kann ich mich als Bürger dagegen wehren?“
Bereits im September 2009 rief die Piratenpartei zum Bundesweiten “OptOutDay” auf. Anlässlich dieses “OptOutDays” standen Formulare im Internet zur Verfügung, lagen auf Stammtischen aus oder wurden öffentlich verteilt. Ziel war es, dass möglichst viele Bürger sich gegen die Datenweitergabe aussprechen. Wir freuen uns, dass sich jetzt auch die BG Warstein (BürgerGemeinschaft) diesen Forderungen der Piratenpartei anschließt.
Aus diesem Grund rufen wir alle interessierten und neugierigen Bürger dazu auf, unsere Stammtische im Kreis Soest zu besuchen oder sich auf unserer Internetseite über unsere Aktionen zu erkundigen. Zur Zeit finden regelmäßige Stammtische in Warstein, Soest und Lippstadt statt, hier werden auch Formulare gegen die Datenweitergabe verteilt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Internetseite.
Stefan Posdzich
Piratenpartei Deutschland
Stellv. Vorsitzender des Kreisverband Soest
[1] www.optoutday.de
[2] www.piratenpartei.de
[3] BG Warstein – Offener Brief






